...auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Meter...






Hallo ihr Lieben,


was für ein Anfang! Wir hatten Höhen und kleinere Tiefen dabei, aber im Großen und Ganzen ein abenteuerlicher Start für unsere Reise.

...aber alles von Anfang an.


Hier ein kleiner Umriss der letzten Tage.




Tag 1.

Der stressigste Tag war unser Mad-Monday. Vielleicht nicht unbedingter der bester Tag der Woche eine Reise zu starten, aber das sollte sich erst herausstellen. Axel war bereits sehr früh wach, um seinen Fotoauftrag des vorherigen Tages erfolgreich abzuschließen. Irgendwann verfielen wir leicht dem Stress langsam los zu wollen, doch die To-Do Liste der Sachen, die man erst kurz vor Abreise erledigt, nahm einfach nicht ab. So wollten wir das Haus vernünftig verlassen, um nach unserer Reise nicht vom Chaos empfangen zu werden. Ein paar letzte Dinge für den Wohnwagen, konnten wir ebenfalls erst an diesem Tag einpacken, Dinge des alltäglichen Lebens. Das dieses Unterfangen aber auch noch einmal so enorm viel Zeit beanspruchte, hatten wir verdrängt. Nebensächlich zu erwähnen, aber zeitintensiv ist natürlich auch unsere Fellnase. Trotz einem Kopf voll mit anderen Dingen, kommt Charlie nie zu kurz, also ging es nochmal auf eine große Hunderunde.

Aus unserem gewünschten Start um 12 Uhr wurde es dann ja nur 15 Uhr.

Warum wir so gestresst waren, wusste eigentlich keiner von uns, aber wir waren es. Und genau dieser Zustand zeigte uns mal wieder, wie reif wir für diesen Trip sind. Rauskommen, weg vom Stress, weg von den Erwartungen Anderer und eigener Erwartungen. Einfach mal loslassen und sich nicht wie immer hetzen. In den Tag hineinleben und trotzdem spannende und tolle Dinge erleben. All das ist möglich, doch die Gelassenheit kommt nicht durch das Umlegen eines Schalters. Es ist ein Prozess auf den man sich einlassen muss. Wir freuen uns riesig auf die nächsten 2 Monate und wollen offen und mutig für Veränderungen sein.

Erschöpft kamen wir nach ca. 3 Std. in Burg bei Magdeburg an. Unser erstes Tagesziel war erreicht. Wir verbrachten eine letzte Nacht bei Axels Eltern, um dann weiterzufahren.



Tag 2.

An Tag 2 sollte es bis nach Büchen, nahe Hamburg, gehen. Dort besuchten wir Axels besten Freund. Hier sollte unsere erste Übernachtung im Wagen stattfinden. Wir verbrachten einen geselligen Abend mit ihm und seiner Frau.

Es war ein tolles Gefühl abends nach dem Zähneputzen das Haus zu verlassen und in unseren Wohnwagen zu klettern. Wenn auch etwas schlaflos und aufgeregt, war die erste Nacht - eine Unvergessliche und erfreulicher Weise die Erste von hoffentlich noch vielen Weiteren.



Tag 3.

...nun ging es ins Unbekannte. Wir hatten uns einen Abend zuvor einen Campingplatz kurz vor der dänischen Grenze raus gesucht. Warum? Naja, mit dem Zelt waren wir oft auf einem Campingplatz. Doch nun sollte alles anders sein. Somit wählten wir ein deutsches Ziel, um erst einmal unsere Erfahrungen sammeln zu können.

So fuhren wir los und mussten direkt nach dem Ortsschild von Büchen den Verlust einer unserer Spiegelerweiterungen verbuchen. Einfach so - und ohne jede Vorwarnung - fiel das Ding ab. Wir sammelten den Spiegel natürlich wieder ein, um dann festzustellen, dass dieser sein Zeitliches gesegnet hatte. Aber wir leben ja in einem modernen Zeitalter. So nahmen wir den allseits bekannten Online-Riesen zu Hand und bestellten neue Spiegel, die wir an unseren Campingplatz liefern ließen.

Alle Fahrten liefen bisher wirklich problemlos. Unser kleines Missgeschick mit dem Spiegel konnten wir so also gut verkraften.

Später am Tag kamen wir dann in Medelby an und amüsierten die Campingplatzbesitzerin mit all unseren Fragen. Sie war aber sehr freundlich und so stand einer tollen Campingnacht nichts im Wege. Das erste Mal hatten wir alles angeschlossen. Das Licht brannte, der Laptop wurde geladen und das Radio lief. Ein unglaublicher Luxus, wenn man sich in seinem Wohnwagen die Hände mit fließend Wasser waschen kann. Man konnte es sich muckelig warm machen, obwohl es draußen immer ungemütlicher wurde. Einfach nur toll!

Mittlerweile haben wir auch schon eine kleine Routine beim An- & Abkoppeln des Wagens. Um ihn startklar für die Nacht zu machen sind nicht viele Handgriffe von Nöten und so dauerte es nicht lange bis wir fertig waren.



Tag 4.

Dänemark wir kommen. Gerade mal 4 km nach unserem Start waren wir schon über der Grenze. Unser Tagesziel war die östliche Seite der Insel Fünen. Auch an diesem Tag ließ uns weder das Auto noch der Wagen im Stich und alles lief rund. Nach und nach fasst man immer mehr Vertrauen und "freundet" sich an. Der Respekt vor unserem Eigenheim wird aber immer bleiben.

Am Nachmittag kamen wir beim Kongshoj Strand Camping an und bekamen einen wunderschönen Platz mit Sicht auf das Meer. Hier planten wir direkt 2 Nächte ein, um mit dem Entschleunigen direkt anzufangen. Wir ließen den Tag entspannt mit einem Meeresspaziergang ausklingen.

Charlie kam an diesem Tag zum ersten Mal richtig auf seine Kosten und konnte fröhlich am Meer herum springen. Die erste Nacht in Dänemark ließ er Frauchen allerdings nicht schlafen. Anstatt zu ruhen, checkte er lieber alles ab und war dabei natürlich nicht der leise Kater auf Samtpfoten. Die Quittung würde er am nächsten Tag erhalten, denn es sollte anstrengend werden.