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  • Katharina & Axel

...Brauche ich es oder nicht? - Das ist hier die Frage!

Aktualisiert: 6. Mai 2019

...nun liegen ein paar Tage des Werkelns hinter uns. Fleißiges Putzen, Ein- und Ausräumen, sowie der ein oder andere Aha-Moment gehörten zur Tagesordnung.

Um ehrlich zu sein fehlte Axel bei diesen Schritten schon, aber dieser war ja in einem mehr als wichtigen Unterfangen in Berlin.. Und wie heißt es so schön? Richtig - selbst ist die Frau. Allerdings wird Axel sicherlich mindestens genau so fleißig gewesen sein, aber das ist eine andere Geschichte. Und so kehrte er mit vielen tollen neuen Werken im Gepäck gestern wieder zurück und freute sich umso mehr, als er den Wagen das erste Mal nach seiner Abfahrt von innen zu Gesicht bekam.


Und was hatte sich genau getan? Nachdem ich das Supermobil innen nochmal auf Hochglanz gebracht hatte, ging es zunächst ans Überlegen. Der nächste Schritt sollte nun das Bestücken des Wohnwagens sein. Aber Einräumen ist ja nicht gleich Einräumen. Damit man nicht direkt zu Beginn der Reise im Chaos versinkt, sollte wohl überlegt sein, was man denn eigentlich alles so braucht. Man stellt sich das erst sehr einfach vor, denn wenn so eine Reise noch in weiter Ferne liegt, ist es leicht gesagt, dass man ja nur sehr wenig braucht.


Gut, das ich vom Meister des Minimalismus lernen durfte. Durch Axel habe ich die vergangenen Jahre immer wieder die Erfahrung machen dürfen, dass es in der Tat nun wirklich nicht viel Bedarf. Sich aber vom Alltagskomfort zu verabschieden, vor allem wenn man nun unerwarteter Weise super viel Stauraum durch den Wohnwagen hat, steht auf einem anderen Blatt.

Und nicht nur das - mit Einzug des Wohnwagens muss man plötzlich nochmal ganz neu umdenken. Denn auch mit dem Streben nach Minimalismus, benötigt man mit einem Wohnwagen das Ein oder Andere, damit das alles nun auch funktioniert.

Auf einmal macht man sich Gedanken über Gasflaschen, Kabeladapter, Wassertank und und und... Als Wohnwagen-Anfänger eine Herausforderung, da wir unbedingt den Spagat zwischen Komfort und doch "einfachem Reisen" schaffen wollen. Somit habe ich mich strickt an den Gedanken des leichten Gepäcks gehalten und habe mir selbst bei den kleinsten Dingen immer wieder die Frage gestellt, ob wir es wirklich brauchen werden.

Es stellte sich nun heraus, dass man Dinge daheim lassen kann und trotzdem nicht ganz drauf verzichten muss. Diese Erfahrung machte ich besonders im Bereich des Saubermachens. Zwei winzige Beispiele - man muss keinen Besen mitnehmen, ein leichtes Kehrblech reicht völlig aus, da man für die wenigen qm nicht gleich das gesamte Arsenal auffahren muss. Aus einem Wischer wurde ein Wischhandschuh. Diesbezüglich wird es sicherlich bald einige Fotos geben, wie witzig es aussieht, wenn einer von uns beiden auf allen Vieren durch den Wohnwagen schrubbt.







(Besonders witzig finde ich übrigens das Dixi im Hintergrund des Bildes... 😎)


Leicht war die Auswahl der Kleidungsstücke. Überall auf der Welt gibt es Waschmaschinen oder Waschbecken, somit muss man sich nicht mit soviel Kleidung eindecken, dass man wochenlang nicht waschen müsste.

Die Ausstattung der Küche fällt bei zwei Personen ebenfalls sehr klein aus. Alles was man braucht mal zwei - und Finger weg von mehr Ersatzzeug. Gleich Abwaschen ist hier die Devise.

Lebensmittel habe ich mehr als begrenzt eingepackt. Wir werden uns jeden Tag irgendwo Lebensmittel jagen gehen.

Die Einrichtung unseres süßen Minibadezimmers fiel ebenfalls mit wenig Utensilien aus.

Die meisten Schränke im Wagen sind in der Tat leer und das fühlt sich gut an.

Ich denke ich muss nur am Rande erwähnen, dass ich wichtige Unterlagen an Bord unerlässlich sind. Wenn man wirklich unbesorgt Reisen möchte sollte man sich an dieser Stelle gut erkundigt haben.

Ein interessantes Beispiel sind die Einreisebestimmungen für Hunde. Wenn wir uns nicht schon bereits weit im Voraus mit der Thematik befasst hätten, hätte die gesamte Reise an fehlenden Impfungen und deren Nachweis scheitern können.

Wir sind absolute Vertreter von dem Motto "mal schauen wo wir landen". Doch bei der vorherigen Absicherung und Recherche sollte man nicht faul sein.


Ich will euch an dieser Stelle nicht mit allen Kleinigkeiten langweilen, die ich in den Wagen geräumt habe - ein kleinen Einblick wollte ich euch aber nicht vorenthalten. Mein Tipp? Jeder muss ganz für sich alleine herausfinden was ihm wichtig ist, um sich wohl zu fühlen. Wichtig ist nur sich die Gedanken darüber zu machen und nicht wahllos in den Kleiderschrank zu greifen.





Und bei so vielen positven Aha-Momenten, kam dann doch noch eine etwas schwierigere Phase von Entscheidungen.

Die Sachen für die Fellnase. Und was soll ich sagen - ich habe versagt. Hier fiel es mir unglaublich schwer einen klaren Blick zu behalten. Egal ob es das Hundebett, die Decke, Spielzeug oder die kleine Hunde-Apotheke ist. Alles erschien mir wichtig. Ihr ahnt es schon, all das befindet sich mit an Bord. Charlie selbst, der an sich nichts benötigt und mit dem Allerwenigsten zufrieden wäre, hat nun den meisten Kram im Wagen.

Doch als ich alles für den Hund eingeräumt hatte, sah ich eine Chance. Eine Chance für mich eine positive Erfahrung zu machen und beim nächsten Trip entspannter an die Sache heran gehen zu können, mit weniger Gepäck für den Hund.


Die Sache mit dem Hundefutter... uns war bereits lange im Voraus klar, dass wir nicht das gesamte Hundefutter für 2 Monate auf die Reise mitnehmen können und wollen. Und die Lösung ist einfach. Der Futterhersteller liefert - und das auch ins Ausland. Wenn unsere Vorräte also zur Neige gehen, können wir Nachschub problemlos online bestellen. Wir müssen lediglich für ein paar Tage an einem Ort bleiben, um die Bestellung auch entgegen nehmen zu können.


Und zu guter Letzt folgte für mich der spannendste Teil. Und nein, Dekoration wird nicht überbewertet. In diesem Falle natürlich auch eine Herausforderung, denn man möchte keinen unnötigen Ballast mit sich herum fahren. Und so tobte ich mich an Dingen aus, die bereits im Wagen sind und nur etwas aufgehübscht werden mussten. Ich habe die Sitzecke mit Decken bezogen, mit Kissen alles ein wenig wohnlich gemacht und das Bett zu einer Kuschelhöhle verwandelt. Dank LED Lichterketten, betrieben durch Batterien, werden wir es uns überall kuschelig machen können. Besonders diese letzten Schritte schafften es, dass ein beliebiger Wohnwagen nun voll uns ganz unseren Stempel verpasst bekommen hat.


So meine Lieben, heute treten wir die letzte Nacht Zuhause an und freuen uns, dann morgen endlich losfahren zu können!

Und ja, ihr habt richtig gezählt, eigentlich sollte es bereits heute los gehen.

Axel wollte es sich aber nicht nehmen lassen beim heutigen Waldlauf in Osterode alle fleißigen Läufer zu knipsen - und nahm spontan diesen Fotoauftrag noch an.


Viele liebe Grüße,

Katharina

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