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  • Katharina & Axel

Ein Tropfen auf dem heißen Stein!

Aktualisiert: 27. Juni 2019

Ihr Lieben,


der letzte Blogeintrag ist lange her. Gefühlt ist die Zeit gerannt. Da wir jede Minute versucht haben auszukosten kamen manche Dinge zu kurz - wie zum Beispiel unser Blog. Bestand die Wahl zwischen einem neuen Abenteuer oder vom letzten Abenteuer zu berichten, wählten wir natürlich die neue Erfahrung und waren unterwegs. Wir haben viel Erleben dürfen und sind für jeden Tag dankbar.

Seit unserem letzten Eintrag nahe Stockholm ging es wie folgt für uns weiter. Wir zogen weiter wieder Richtung in Malmö und wählten einen Campingplatz auf dem wir bereits zu Beginn unserer Reise waren. Ein toller Platz, allerdings recht voll. Daraus machten wir uns nichts und wählten zunächst einen recht unspektakulären Stellplatz. Wir waren aber auf der Jagd - auf der Jagd nach dem schönsten & ruhigsten Stellplatz. Und wie man es kennt, auf einem Campingplatz ist immer ein Kommen und Gehen. 2 Nächte dauerte es, dann kam Axel zum Wohnwagen gesprintet und rief nur: "Sie sind weg, sie sind weg... los,los,los!" Nun kommt es, typisch deutsch holten wir zwar nicht die Handtücher raus, aber wir stellten in Windeseile unsere Stühle auf den Platz, um ihn zu blockieren. So schnell wie noch nie packten wir alles zusammen und stellten uns direkt in die erste Reihe vor den See. Schämen wir uns? ...naja vielleicht ein bisschen, aber das Jagen hatte sich gelohnt. Weitere 6 Nächte hatten wir keinen vor der Nase und einen wunderschönen Blick auf den See.

Hier genossen wir nun also unsere letzten Tage in Schweden. Wir gingen wandern, aßen Eis, grillten, machten Sightseeing und entspannten einfach mal. Wir hatten super tolle und inspirierende Nachbarn, die in ihrem umgebauten LKW eine Reise mit Open-End machen. Und wir wären nicht die Laslos, wenn wir nicht schon nach dem nächsten Abenteuer Ausschau hielten.





Unser Auto hatte bis dato einen super Job erledigt und so waren wir nicht böse, als er mit einem schleichenden Platten geplagt war. Durch gute Vorbereitung hatten wir ein Ersatzrad mit dabei und konnten unserem fleißigen Begleiter sogleich Abhilfe schaffen.





Wir wussten, dass unsere Reise sich langsam dem Ende neigt und so beschlossen wir uns eine letzte Herausforderung zu suchen. Sollten wir den selben Weg wieder zurück nach Deutschland nehmen? Richtig, viel zu langweilig. Für uns stand fest, wir wollten mit unserem großen Gespann auf die Fähre. Natürlich werden nun einige von euch denken, dass ist nicht Besonderes, die meisten Schwedenurlauber machen das sogar gleich 2 Mal... Aber für uns war es genau das - eine neue tolle Erfahrung. Wir ließen den Laptop heiß laufen und wühlten uns durch den Fährendschungel. Wo sollte es hingehen? Rostock? Rügen? Nicht für uns! Polen sollte es werden!

Und zwar genauer gesagt Swinemünde. Wir waren direkt Feuer und Flamme. Natürlich ist Polen jetzt nicht Skandinavien, aber wir fühlten uns völlig frei in unseren Entscheidungen, genau und ausschließlich nur das zu machen, was wir wollen & was uns gut tut. Am vergangenen Montag war es dann soweit. Wir nahmen die Nachtfähre von Trelleborg und staunten nicht schlecht, was in so ein Schiff alles reinpasst. Wir mussten direkt vor dem Eingang der Fähre fast bis zu Schluss warten und konnten aus der Poleposition die Kinnladen fallen lassen. Charlie fand die ganze Sache ebenfalls ziemlich interessant und hang mit dem Kopf aus dem Fenster, um zu beobachten, was da alles so vor sich ging.





Dann fuhren wir auf die Fähre und wenige Minuten später waren wir schon auf den Decks unterwegs, um unsere Kabine zu finden. Natürlich mussten wir schlechte Titanic Witze erzählen und liefen kichernd durch die Gänge. Kurz darauf legten wir ab und es kehrte schnell Ruhe auf dem Schiff ein. Wo andere dann in ihrer Kabine langsam in die Betten schlüpfen, suchten wir nach dem hoch angepriesenen "Pipibaum" - ein kleiner Bereich in dem Hunde sich lösen können. Für Rüden sollte es einen kleinen Baum geben, damit sie ihr Beinchen heben können. Als wir das traurige Bäumchen dann fanden, war uns recht schnell klar, dass das nichts wird. Und wie geahnt hielt Charlie lieber bis zum nächsten Morgen auf, um dann wieder auf festem Boden ins Gras strullen zu können. Die Nacht war kurz und so kamen wir bereits morgens früh im Hafen an.





Wir hatten uns einen Campingplatz rausgesucht, der etwas außerhalb lag, aber dennoch am Meer. Uns erwartete ein gepflegter und toller Platz mit super netten Leuten. Hier wollten wir unsere letzte Woche verbringen. Und genau das taten wir auch. Wir waren viel am Meer, gingen Spazieren, naschten Eis und tranken eine Menge Piwo. Ja nach Skandinavien muss man gestehen, war der Preisunterschied erschreckend und wir hatten ein schlechtes Gewissen so wenig für Speis & Trank zu bezahlen. Somit versuchten wir mit Trinkgeld unser schlechtes Gewissen etwas zu polieren.

Die letzten 2 Nächte bekamen wir dann Besuch von Axels Mutter. Sie reiste mit ihrem Hund Cash an, was natürlich Charlie super freute. Wir hatten zwar viele tolle Leute auf unserer Reise getroffen und auch die ein oder andere nette Hundebegegnung, aber letzteres war definitiv eine Seltenheit. Durch ständigen Leinenzwang und die eher zurückhaltenden & manchmal zu ängstlichen Hundebesitzer hatte Charlie viel zu wenig Kontakt zu anderen gut sozialisierten Hunden. Charlie & Cash ließen 2 Tage die Korken knallen - und auch wir Zweibeiner ließen es uns zusammen nochmal richtig gut gehen.





Zum Schluss machten wir dann unseren Wagen ein letztes Mal reisefertig (und ich merke wie unglaublich traurig ich beim Schreiben dieser Worte werde) und zogen von dannen. Doch soll das nun das Ende gewesen sein? Ich mache es kurz: Nein. Das kann und soll für uns noch lange nicht das Ende gewesen sein, es war ein Anfang - das erste Sammeln von Erfahrungen. Ein kleines Schnüffeln an der Freiheit, ein erster Geschmack von der Süße des Lebens. Der Wohnwagen ist zu einem richtigen Zuhause geworden. Man fühlt sich dort wohl und heimelich - schöner hätte es nicht sein können. Wir sind so dankbar und glücklich, dass wir diese Reise machen konnten! ...Unsere Köpfe arbeiten und mal sehen, was als nächstes kommt...


Viele liebe Grüße

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